Frostschäden an Koniferen

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Spätfrostschaden
Spätfrostschaden an Tanne

Spätfrostschaden
Frostschäden an Scheinzypresse

Das beschriebene Phänomen ist vor allem in Ost- und Südostösterreich verstärkt zu beobachten.

Spätfrostschaden

An Koniferen in Gärten und Parkanlagen, insbesondere an Thujen und Scheinzypressen, treten Braunfärbungen an Blattorganen und einjährigen Trieben auf. Die Schadenssymptome sind meist auf einzelne, äußere Kronenteile beschränkt. Kein einheitliches Bild ist an Hecken zu beobachten, da oft nur die östlich und südöstlich exponierten Teile vom Schaden betroffen sind, manchmal aber auch die gesamte Bepflanzung.

Frosttrocknis

Wenn die Braunfärbung die gesamte Pflanze und nicht nur die äußeren Kronenteile betrifft, ist meist Frosttrocknis die Ursache der Schädigung. Gefrorener Boden bei gleichzeitiger Besonnung der Koniferen führt häufig dazu, dass noch im Winter Assimilation und Transpiration einsetzen und die betroffenen Bäume vertrocknen. Wie groß der Schaden tatsächlich ist, läßt sich mit einer "Kambialdiagnose" feststellen. Sind Kambium und Phloem gelbbraun bis braun, ist mit der Erholung der Bäume nicht zu rechnen.

Pilzbefall

Durch Frost geschädigte Triebe werden in der Folge häufig von Mikropilzen (Kabatina thujae, oder Pestalotia funerea und seltener Phomopsis sp.) befallen, die zu einer Ausweitung des Schadens führen können.

Maßnahmen

Für otimale Wasserversorgung sorgen und Koniferen möglichst nur unten gießen, da durch Besprenkelung im Kronenbreich die Pilzsporen verbreitet werden können. Rückschnitt der braunen, einjährigen Triebe, um eine raschere Erholung der betroffenen Koniferen zu erreichen. Sekundärschädlinge beachten.

siehe auch Artikel: Frostschäden



Christian Tomiczek