Wacholderminiermotten

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Schadbild


abgestorbener Trieb


Schadbild und Raupe


Ausbohrloch


Raupe der Wacholderminiermotte

Neben der "wohlbekannten" Thujenminermotte (Argyresthia thuiella) werden nun verstärkt auch die Raupen einer anderen Miniermotte gefunden. Es handelt sich dabei um zumindest eine von 2 Arten von Wacholderminiermotten, die auch an Thuje vorkommen können.

Diese beiden Arten unterscheiden sich kaum in ihrem Schadbild und Aussehen als vielmehr im Zeitpunkt ihres Auftretens. Während die Falter von Argyresthia dilectella erst im Juli schwärmen sind jene von Argyresthia trifasciata bereits gegen Ende Juni - ähnlich wie die Thujenminiermotten - unterwegs. Von Bedeutung ist dieser Unterschied vor allem für die Durchführung einer wirkungsvollen Bekämpfung.

Schadbild:

Bereits im Herbst ist ein fortschreitendes Verbraunen der Blattschuppen von den Triebspitzen her feststellbar - im Gegenlicht betrachtet, sind diese Triebe durchscheinend. Bricht man einen Trieb ab, so ist er ausgehöhlt und man findet eine grüne oder gelbgrüne Raupe, ab dem Frühjahr auch Puppen. Je nach Art sind ab Ende Juni bis Juli fast kreisrunde Ausbohrlöcher an den Trieben zu sehen - meist an der Basis des verbraunten Triebteiles. Eine Raupe von A. dilectella befrißt mehrere Triebspitzen, weshalb auch bei schwächerem Befall ein empfindlicher Schaden verursacht wird. Bemerkenswert ist auch die Aktivität der Raupen im Winter, sofern die Temperaturen einigermaßen über dem Gefrierpunkt liegen.

Bekämpfung:

Da in der Regel der Befall hauptsächlich die äußeren Triebe, weniger jene im Kroneninneren betrifft, kann durch Schnittmaßnahmen im Herbst oder Frühjahr der Befallsdruck oft wesentlich vermindert werden. Dies gilt insbesondere für Hecken. Dort wo Schnittmaßnahmen nicht erwünscht bzw. nicht möglich sind, kann die Bekämpfung mit herkömmlichen chemischen oder biotechnischen Insektiziden durchgeführt werden.

Eine Bekämpfung dieser Schädlinge mit Hilfe von sogenannten "Häutungshemmern" (Dimilin, Alsystin, Insegar, u.a.) ist umweltverträglich und sicher, vorausgesetzt, die Anwendung erfolgt zum richtigen Zeitpunkt. Der optimale Bekämpfungstermin ist einige Tage nach Beginn des Schwärmens der Falter, aufgrund der längeren Wirksamkeit von Häutungshemmern kann die Behandlung aber auch früher erfolgen. Wenn die Raupen sich einmal in die Blattschuppen eingebohrt haben, können sie von dem Mittel nicht mehr erreicht werden.

Um den bestmöglichen Bekämpfungstermin festlegen zu können, kann der Schwärmzeitpunkt der sehr kleinen, gelblich-braun gefärbten Schmetterlinge bestimmt werden. Dafür eignen sich Pheromonfallen (Klebefallen für Kleinschmetterlinge). Stehen solche Hilfsmittel nicht zur Verfügung, sollte auf verstärkten Mottenflug zwischen Ende Juni und Juli geachtet werden.